
Die Grabsteine erzählen eine Geschichte vom Ursprung des Lebens
Die fünf Grabsteine für die Sternenkinder wurden mit einem Symbol versehen. Diese sind gemeinsam mit dem Ehepaar Dagmar und Gregor Davertzhofen (Steinmetz in Dormagen) entwickelt und von diesen angefertigt worden.
Die Anordnung der Steine auf dem Gräberfeld von links nach rechts spiegelt die Entwicklungsgeschichte des Lebens wider - im kosmologischen wie auch individuellen Sinne:
Ausgehend von der kosmischen Ebene (Mond), in deren Rhythmus alles Leben eingebettet ist, werden die weiteren Phasen Meer und Wasser (Welle) sowie die Landwerdung (Stein) als weitere Stufen der Entwicklung des Lebens assoziiert. Mit der Muschel kommt es zur Erinnerung an die erste bergende Erfahrung in der Gebärmutter und den Ursprung allen Lebens aus dem Wasser. Die Reihung endet mit der Dreiheit (Paar mit Kind), die entsprechend der Situation unvollendet bleibt - die verschiedenen Durchblicke in den Steinen zeigen an, dass auch dieses kurze Leben offen und durchlässig auf die Transzendenz hin ist, was an allen Figuren durch kleine goldene Sterne an den Steinen symbolisiert wird.
Der Stein mit dem Durchblick
Dieser Stein verbindet das Erleben des Verlustes, dessen, was uns steinig, hart und eng erscheint, mit der tiefen Erfahrung, dass sich auch eine solche Situation öffnen kann hin auf eine andere Wirklichkeit.
Es zeigt sich eine Öffnung, ein Durchblicken auf eine andere größere Weite, die das Steinige und Harte aushaltbar und vielleicht auch weicher werden lässt.
Der Stein lässt sich aber auch als rotierender Sternennebel verstehen, als Symbol des großen Kosmos, in dem die Sternenkinder ihren Platz haben.

Die Muschel
Die Muschel ist seit alter Zeit ein Symbol für das Geborgen- und Aufgehobensein an einem geschützten Ort. In der christlichen Tradition ist sie auch ein Symbol für die Auferstehung und die Verwandlung, die Anteilnahme an der großen Wirklichkeit.
Was ursprünglich ein unscheinbares, zufälliges Sandkorn gewesen ist, wird zur Perle und erzählt von einem anderen Licht, einem kostbaren Geheimnis.

Der Mond
Der Mond, in anderen Sprachen eigentlich ein feminines Wort, korrespondiert zutiefst mit dem Meer und verursacht dessen Rhythmus von Flut und Ebbe, den Wechsel von Zunehmen und Abnehmen.
Leben, auch in seiner kosmischen Ordnung, ist von dieser Grundbewegung bestimmt. Es ist Wachsen und Vergehen, Kommen und Gehen, aber nie von gleichbleibender Stagnation. Das Leben ist eingebettet in diese Rhythmen des Kosmos und dieses spiegelt sich auch im Kommen und Gehen der Sternenkinder wider.

Die Welle
Eine jede Welle ist und bleibt Teil des großen Meeres. Für eine begrenzte Zeit erhebt sie sich, erzählt von Kraft und Energie, weiß manchen durchzutragen und mitzunehmen bis sie wieder einsinkt und eins wird mit dem Meer.
Jede Welle ist einzigartig, hat ihre Kurven, ihre Zeit und Krümmung, bricht das Licht auf ihre Weise und ist und bleibt doch mit dem Großen in jedem Augenblick verbunden - so sind die Sternenkinder immer zugleich Kinder dieser Erde wie des Himmels.

Triade von Eltern mit Kind
Dieser Stein thematisiert den menschlichen Aspekt des Ursprungs unseres Daseins. Aus dem gemeinsamen Lebensstrang des Elternpaares bildet sich der kindliche heraus, richtet sich auf, kann aber nicht nach außen dringen. Und doch bleibt dieses Kind im Innern, im Herzen, in der Erinnerung der Eltern gehalten und aufgehoben.
Dieser Stein hat die Form eines Wassertropfens, durch den Himmel und Erde Verbindung finden.
