Gastroparese

Krankheitsbild

Die Gastroparese ist eine Störung der Magenentleerung. Dabei wird die Nahrung verzögert oder unvollständig aus dem Magen in den Dünndarm weitertransportiert.

Durch diese gestörte Magenbeweglichkeit kann sich Nahrung im Magen ansammeln. Häufige Beschwerden sind:

  • ausgeprägtes Völlegefühl
  • Übelkeit
  • wiederholtes Erbrechen
  • frühes Sättigungsgefühl
  • Oberbauchbeschwerden

Diese Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

 

Diagnostik

Neben einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden stehen verschiedene Funktionsuntersuchungen zur Verfügung.

Magenentleerungsszintigraphie
Hierbei wird mithilfe einer schwach radioaktiv markierten Testmahlzeit gemessen, wie schnell der Magen die Nahrung weitertransportiert.

Breischluckuntersuchung
Diese Röntgenuntersuchung kann ebenfalls Hinweise auf eine verzögerte Magenentleerung geben.

Typischer Befund bei einer Gastroparese ist eine deutlich verlängerte Verweildauer der Nahrung im Magen.

 

Behandlungsmethoden

Zunächst erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung, die die Beweglichkeit des Magens verbessern soll. Wenn diese konservative Therapie nicht ausreichend wirksam ist, kann ein Magenschrittmacher implantiert werden. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, das elektrische Impulse an die Magenmuskulatur sendet. Diese Impulse stimulieren die Muskelbewegungen des Magens und unterstützen so die Magenentleerung.