Diagnostik
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch in unserer speziellen Refluxsprechstunde. Dabei sprechen wir mit Ihnen über Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und mögliche Vorerkrankungen. Neben typischen Symptomen wie Sodbrennen achten wir auch auf weniger bekannte Beschwerden, zum Beispiel Heiserkeit, Husten oder asthmatische Symptome.
Auch Ihre persönliche Lebensqualität spielt für uns eine wichtige Rolle. Daher erfassen wir Ihre Beschwerden zusätzlich mit speziellen Fragebögen.
Anschließend planen wir die notwendigen Untersuchungen. In der Regel gehören dazu eine Magenspiegelung, eine Funktionsmessung der Speiseröhre (Manometrie), eine 24-Stunden-pH-Messung sowie eine Röntgenuntersuchung beim Schlucken (Breischluck).
Endoskopie (Magenspiegelung)
Die Magenspiegelung gehört zu den wichtigsten Untersuchungen bei Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens. Sie wird in der Regel in einer kurzen, schonenden Sedierung durchgeführt und ist für die meisten Patientinnen und Patienten gut verträglich.
Dabei wird ein dünner, flexibler Schlauch mit einer kleinen Kamera über den Mund in die Speiseröhre, den Magen und bis in den Zwölffingerdarm geführt. So können wir die Schleimhaut genau beurteilen und mögliche Veränderungen erkennen. Falls notwendig, können auch kleine Gewebeproben entnommen und anschließend im Labor untersucht werden.
Hochauflösende Manometrie der Speiseröhre
Mit der Manometrie untersuchen wir die Bewegungs- und Transportfunktion der Speiseröhre sowie die Funktion ihrer Schließmuskeln.
Dafür wird eine sehr dünne Sonde über die Nase in die Speiseröhre eingeführt. Während Sie kleine Schlucke Wasser trinken, misst die Sonde den Druck und die Bewegungen der Speiseröhrenmuskulatur. Die Untersuchung dauert etwa zehn Minuten und wird in der Regel gut vertragen.
Diese Messung liefert wichtige Informationen, besonders bei Schluckstörungen oder vor geplanten Operationen.
24-Stunden-pH-Messung (Impedanz-pH-Metrie)
Mit dieser Untersuchung können wir feststellen, ob und wie häufig Magensäure oder Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.
Dazu wird eine dünne, flexible Sonde über die Nase in die Speiseröhre eingeführt. Sie bleibt dort für 24 Stunden und misst kontinuierlich den Säuregehalt. So erhalten wir ein genaues Bild darüber, wann und in welchem Ausmaß Reflux auftritt – zum Beispiel nach dem Essen oder im Liegen.
Breischluckuntersuchung
Beim Breischluck handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Speiseröhre. Während Sie ein Kontrastmittel schlucken, werden Röntgenbilder angefertigt.
Auf diese Weise können wir beurteilen, wie die Nahrung durch die Speiseröhre transportiert wird und ob Verengungen, Funktionsstörungen oder ein Rückfluss aus dem Magen vorliegen.
Wie läuft die Diagnostik ab?
Die Untersuchungen erfolgen in der Regel während eines kurzen stationären Aufenthalts. In manchen Fällen ist auch eine ambulante Diagnostik möglich.
Bitte planen Sie für die Untersuchungen etwa zwei Tage ein und erscheinen Sie am ersten Tag nüchtern.
Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind, bespricht eine Fachärztin oder ein Facharzt die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen. Gemeinsam entscheiden wir anschließend über die für Sie passende Behandlung.